Somat Smartwash im Test: Automatische Dosierung für jede Spülmaschine?
Eine automatische Waschmitteldosierung bei Geschirrspülern kannten wir bisher eigentlich nur von teuren Premiumgeräten. Doch was, wenn man diese smarte Funktion in fast jeder Spülmaschine nachrüsten könnte – und das ganz ohne handwerklichen Umbau? Genau das verspricht Somat Smartwash. Wir haben uns das System genauer angesehen und geprüft, wie gut die Einrichtung, Dosierung und die Reinigungsleistung im Alltag wirklich funktionieren.
Lieferumfang und der erste Eindruck
Das Starterset besteht zunächst einmal aus der Haupteinheit, dem "Herzstück", in welches später die Reinigungsmittel-Kartusche eingesetzt wird.
Hier sind die wichtigsten Details zum Gerät:
Stromversorgung: Das System wird mit zwei AA-Batterien betrieben, die direkt im Lieferumfang enthalten sind.
Feedback: Auf der Oberseite informieren kleine LEDs über den aktuellen Status (z. B. WLAN-Verbindung oder Firmware-Updates).
All-in-One-Reiniger: Die Nachfüllkartusche enthält alles, was für den Spülgang benötigt wird. Klarspüler, Geschirrspülsalz oder klassische Tabs gehören damit der Vergangenheit an.
Wichtiger Hinweis: Sobald die Kartusche eingesetzt und angedrückt wurde, darf das Gerät nur noch aufrecht stehen. Wenn man es wieder hinlegt, fängt die Reinigungsflüssigkeit an auszulaufen. Kommuniziert das am besten direkt an alle Familienmitglieder, die die Spülmaschine ausräumen!
Smarte Einrichtung per App
Nachdem die Batterien eingelegt wurden, kommt die dazugehörige Smartphone-App ins Spiel. Der Einrichtungsprozess ist extrem benutzerfreundlich und modern gestaltet:
Die App führt den Nutzer in Form eines kleinen Chatbots durch die Schritte.
Egal ob WLAN-Verbindung, Firmware-Update (inklusive visueller Hilfe zu den LED-Farben) oder Platzierungstipps für die Spülmaschine – alles wird verständlich erklärt.
Ihr habt in der App außerdem die Wahl, ob ihr die Spülmitteldosierung manuell steuern möchtet (für leichte, mittlere oder hartnäckige Verschmutzungen) oder ob ihr dem Automatikmodus vertraut. Richtet ihr die Automatik ein, fragt euch die App kurz nach euren Gewohnheiten (z.B. welches Programm genutzt wird oder ob ihr vorspült), um die ideale Dosierung zu berechnen.
Der Praxistest: Wie schlägt sich das System im Alltag?
Der eigentliche "Praxistest" ist paradoxerweise relativ unspektakulär, da die Handhabung im Alltag fast komplett wegfällt. Man stellt das Gerät einfach wie einen normalen Teller in die Spülmaschine (wodurch logischerweise der Platz eines Tellers verloren geht).
Von da an heißt es nur noch: Spülmaschine einräumen, Klappe zu, Programm wählen und Start drücken.
Es muss kein Tab mehr ausgepackt und eingeworfen werden.
Auch Klarspüler und Salz müssen nicht mehr separat nachgefüllt werden.
Die App hat im Test die Spülgänge immer zuverlässig erkannt und zeigt den aktuellen Füllstand des Reinigungsmittels an. Laut Testbericht lassen sich mit einer Kartusche bis zu 35 Spülgänge durchführen. Das Wichtigste: Das Geschirr wurde durchweg sauber und die automatische Dosierung funktionierte tadellos.
Fazit & Preis: Lohnt sich das Somat Smartwash?
Das Starterset von Somat Smartwash kostet 39,99 €, während eine Nachfüllkartusche für 17,99 € erhältlich ist. Bei durchschnittlicher Nutzung hält eine Kartusche etwa 3 Monate.
Pro & Contra:
Im direkten Vergleich mit klassischen Spülmaschinentabs ist das System natürlich teurer. Man bezahlt hier ganz klar für den Komfort.
Aber: Das System ersetzt gleich mehrere Produkte auf einmal (Reiniger, Klarspüler, Salz, Maschinenpflege).
Der größte Vorteil ist die Kostenersparnis im Vergleich zur Neuanschaffung. Wer eine automatische Dosierung haben möchte, muss sonst eine Premium-Spülmaschine im vierstelligen Preisbereich kaufen. Hier könnt ihr euer bestehendes Gerät smart nachrüsten.
Am Ende muss jeder selbst entscheiden, ob der zusätzliche Komfort beim Einräumen der Geschirrspülmaschine den höheren Preis gegenüber klassischen Tabs rechtfertigt.