Ivory: Warum der Mastodon-Client von Tapbots immer noch das Maß aller Dinge ist

Wer der „guten alten Zeit“ von Twitter hinterhertrauert, landet früher oder später bei Mastodon. Doch so sympathisch der dezentrale Ansatz auch ist, die offizielle Software fühlt sich oft... nun ja, sperrig an. In der aktuellen Folge von Bits und so (#991) wird ein alter Bekannter gefeiert, der genau hier ansetzt: Ivory.

Hier ist ein Deep Dive in die Gründe, warum dieser Client für viele (wieder) die erste Wahl ist.

Ivory Mastodon‐App ‐ Bits und so #991

Design-Voodoo statt Einstellungs-Dschungel

Der größte Konkurrent für Ivory im Power-User-Bereich ist aktuell sicherlich Mona. Während Mona mit unzähligen Konfigurationsmöglichkeiten glänzt, punktet Ivory durch das, was man „handgestrickte Software“ nennen könnte.

  • Look & Feel: Ivory fühlt sich auf iOS und macOS einfach „zuhause“ an. Es ist dieses typische Tapbots-Gefühl: Alles ist smooth, die Animationen sitzen, und das Design wirkt wie aus einem Guss.

  • User Experience: Während man in anderen Apps oft gegen die Eigenheiten von Mastodon ankämpft, bügelt Ivory viele Unebenheiten glatt.

Das „Mastodon-Problem“ – Ivory als Retter in der Not

Ein interessanter Punkt im Talk: Vieles, was Nutzer an Mastodon nervt, liegt gar nicht an den Apps, sondern am Protokoll selbst. Ob es die komplizierte Suche ist oder die (anfangs) fehlenden Zitat-Posts (Quote Tweets) – Mastodon macht es seinen Usern nicht immer leicht.

Ivory hat hier eine Vorreiterrolle eingenommen. Die Entwickler haben Funktionen wie Zitat-Posts implementiert, noch bevor das Netzwerk selbst sich dazu „bequemt“ hat. Es ist der Versuch, eine moderne Social-Media-Experience auf einem teils recht eigenwilligen Backend aufzubauen.

Ein echtes Multi-Plattform-Erlebnis

Egal ob auf dem iPhone, dem iPad oder dem Mac – Ivory liefert ab.

  • Sync: Der Lesestand wird zuverlässig über alle Geräte hinweg synchronisiert. Wer kennt es nicht: Man scrollt am Mac und will später im Bett am iPhone genau dort weiterlesen, wo man aufgehört hat. Bei Ivory funktioniert das einfach.

  • Mac-App: Die macOS-Version nutzt den Platz geschickt aus (mehrspaltige Ansichten), ohne dabei überladen zu wirken.

„Ivory bleibt ein Paradebeispiel für eine App, die du in dieser Form nur im Apple-Ökosystem findest.“

Fazit: Lohnt sich der Blick zurück?

Wer Ivory eine Zeit lang nicht genutzt hat, wird beim Comeback überrascht sein, wie rund die App mittlerweile läuft. Ja, es gab Verzögerungen bei Updates und ja, Mastodon als Plattform hat seine Tücken. Aber wenn man das Fediverse nutzen will, dann ist Ivory aktuell wohl die hübscheste und konsistenteste Art, das zu tun.

Und wer weiß? Gerüchten zufolge arbeiten die Jungs von Tapbots auch schon an einer Lösung für BlueSky. Es bleibt also spannend im Land der Drittanbieter-Apps.

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